UNESCO-Welterbe

Die dänische Königin Margrethe II weihte im Herbst 2019 die offizielle UNESCO-Plakette am Danewerk ein.

Im Juni 2018 wurde das Danewerk zusammen mit Haithabu von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, der UNESCO, zum Welterbe erklärt.  Sie ergeben zusammen eine einzigartige Grenzlandschaft, die von den Verhältnissen in der Wikingerzeit zeugt. Der „archäologische Grenzkompleks Haithabu und Danewerk“, wie das Welterbe offiziell heißt, war ein Gebiet, in dem sich die europäischen Kulturen der Wikingerzeit zusammentrafen – und beizeiten auch zusammenprallten. Hier lag nicht zuletzt die Religionsgrenze zwischen dem Fränkischen Reich und dem Reich der Danen, das durch die christliche Missionierung aus dem Süden unter Druck geriet.  

Haithabu und das Danewerk haben den hohen Status eines Welterbes bekommen, weil Haithabu als bedeutende europäische Handelsstadt (sog. Emporium) Zentrum und Motor eines Handelsnetzes gewesen ist, das den gesamten europäischen Kontinent umspannte. In diesem Knotenpunkt des Handels zwischen Westeuropa und Nordeuropa begegneten sich Menschen aus verschiedene Kulturen und Traditionen, handelten miteinander und tauschten sich aus. Außerdem war Haithabu-Danewerk über viele Jahrhunderte das Grenzland zwischen dem großen Frankenreich und dem jungen dänischen Königreich. Hier wurden Handelsrouten, Handel und Territorien kontrolliert und gesichert. 

Ein besonderer Grund dafür, dass Haithabu und das Danewerk heute Welterbe sind, liegt darin, dass sie besonders gute Möglichkeiten bieten, mehr über die Wikingerzeit zu erfahren. Es gibt hier ein reiches und extrem gut erhaltenes archäologisches Material. Haithabu wurde in der Mitte des 11. Jahrhunderts recht plötzlich zu Gunsten von Schleswig aufgegeben und nie überbaut. Dies ist ein Glücksfall für die Archäologen, die nirgendwo anders so gut bewahrte, unverfälschte Stadtstrukturen aus der Wikingerzeit finden. Außerdem sind die Bodenverhältnisse besonders günstig: Durch den feuchten Untergrund haben sich insbesondere Gegenstände aus organischem Material besonders gut erhalten.

In Haithabu ist die Wikingerzeit im Untergrund konserviert. Es wurden schon bedeutende Funde gemacht, obwohl bisher nur 5 % der Fläche ausgegraben wurden. Dies gibt Archäologinnen und Archäologen die einzigartige Möglichkeit, noch vieles über die ökonomische, soziale und geschichtliche Entwicklung zu erfahren. Gleichzeitig gibt uns das Danewerk einen Einblick in die europäische Verteidigungstechnik ihrer Zeit. Die verschiedenen Phasen waren immer State of the art. Sie sind heute noch sichtbar und zeigen die Entwicklung über viele Jahrhunderte. 

 

Mehr zur offiziellen Begründung der UNESCO hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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